Schauspiel


Lichtblick

Fünf Szenen von Christina Jonke
Besetzung: 1m/2w; 1 BB; Dauer 90 min.

Eva und Alexander waren lange Zeit ein glückliches und erfolgreiches Architektenpaar. Nach einem Motorradunfall vor vier Jahren ist Eva im Wachkoma. In der Hoffnung auf Rehabilitation hat Alexander die alleinige Pflege übernommen. Doch nach Jahren der Einsamkeit, Überforderung und Aussichtslosigkeit verlässt ihn allmählich die Kraft. Als letzten Ausweg hat er eine Flasche hochgiftiger Bella-Donna-Tropfen besorgt.
Ein kurzer Lichtblick ist das Auftauchen von Zohra, einer ehemaligen Psychologin, die jetzt als Asylwerberin und Putzhilfe versucht ein neues Leben zu beginnen.

Die beiden handlungsfähigen Figuren sind im Stück eigentlich der Spiegel für die Individualität der pflegebedürftigen Eva. Durch das Generieren von Erinnerungsversatzstücken erhält sie Profil und Charakter.

Das Stück ist als Plädoyer für das Individuum hinter jedem nicht mehr leistungsfähigen Körper gedacht. Denn genau das wird oft angesichts kranker, behinderter, handlungsunfähiger oder pflegebedürftiger Menschen vergessen.

 

Leseprobe


Lorbeerrauch

Fast eine Komödie von Christina Jonke
(Besetzung: 2m/9w - (seniorInnentauglich); Bühnenbild: 1; Dauer: cirka 80 Minuten) Theaterverlag adspecta.de

Sonja ist eine vermögende Frau. Gerne unterstützt sie ihre Freunde. Immer und immer wieder. Ihrem charmanten Mann finanziert sie Ausstellungen, einer Freundin kauft sie Unmengen an Zeitschriftenabonnements ab, damit diese mit ihrer Buchhandlung über die Runden kommt. Der Schwägerin greift sie finanziell unter die Arme, damit sie mit ihrer Fernsehkarriere als Schauspielerin durchstarten kann.   
Jeder profitiert von Sonjas Gunst und alle haben sich sehr daran gewöhnt. Nur Sonjas Schwester Marie neidet ihr den Reichtum. Als sich Sonja ihren Lebenstraum einer kleinen Villa auf Madeira erfüllt erntet sie statt Beifall Ärger. Und so schmieden Marie samt Freundinnen einen Plan aus, um Sonja die Villa wieder abzujagen. Der dazu angeheuerte Taxitänzer Henri soll sie umgarnen, heiraten und sich dann wieder scheiden lassen. Dadurch will Marie an zumindest die Hälfte der Immobilie kommen. Doch die Strategie geht nicht auf... Am Ende siegen Loyalität und wahre Freundschaft.

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In fremden Schuhen leben

Schauspieldialog
(2m; 1 Bühnenbild, cirka 80 Minuten)

Robert sitzt am Bahnsteig und beobachtet die vorbeieilenden und wartenden Menschen. Er fühlt sich in ihren Alltag ein, stellt sich vor wie sie leben und lieben, was sie sorgt und antreibt. Als Geri auftaucht wittert Robert die Chance seinem Bahnhofsleben durch ein Gespräch weitere Nuancen hinzu zu fügen. Eheliche Gepflogenheiten, berufliche Herausforderungen, geheime Wünsche – Robert gelingt es schnell Geris Vertrauen zu erlangen und das Gespräch lang Teil dessen Leben zu sein.

Es scheint verlockend sich in das Leben anderer einzumischen und sich damit von den eigenen Problemen abzulenken.

 



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Nelly (UA frei)

Fast ein Monodrama
(3w/ ev. 2 w, 1m – 1 Deko / ca 90 Min.)

Eva Ehrlich, 35 ist Journalistin und steht mitten im Leben, meistert mal besser mal schlechter Beruf, Kinder, Mann und Haushalt. Da trifft sie die schockierende Nachricht, dass Nelly, ihre beste Freundin aus Kindertagen, nach einem Schlaganfall im Krankenhaus liegt. weiter »»


Leben Secondhand (UA frei)

Sozial-Drama - Drehbuchexposé
(3m, 5w + NR/ 2 Bühnenbilder mit jeweils 2 Schauplätze / 90 Min.)

Ernst war auf Du und Du mit Armani, Gucci und Kenzo. Nun lebt er unter der Brücke. In den 1980ern war er der Star der Nobelmarkenverkäufer. Nach seiner Scheidung von Gertrud, einem Model, ging er bankrott und landete als Clochard unter der Brücke. Sein Schicksal wendet sich, als er Eva begegnet.weiter »»